
Im Rahmen der Existenzgründung heißt es nicht nur, die finanzielle Seite von Einnahmen bis Ausgaben gut zu planen, sondern auch stets im Blick zu behalten. Nicht selten gründen Einzelpersonen ausschließlich mit (relativ geringem) Eigenkapital. Da zählt natürlich jeder Euro, der eingenommen werden kann oder ausgegeben werden muss – besonders in den ersten Monaten. Dieser Artikel gibt ExistenzgründerInnen Tipps, um besonders in den ersten Monaten Geld sparen zu können.
Bank & Konto
In regelmäßigen Abständen werte ich meine allgemeine Geschäftsentwicklung und damit auch bestimmte Einnahmen- und Ausgabenpositionen aus. Da ich meine Buchhaltung und Steuer glücklicherweise selbst erledigen kann und jeglichen Buchungen Kosten- und Erlösarten, sowie Verwendungen zuweise, ist das auch nur mit wenigen Klicks verbunden.
Relativ häufig fiel mir dabei der Posten für Bankgebühren (oder auch: Nebenkosten des Geldverkehrs) mit vergleichsweise hohen Positionen auf. Selbstverständlich ist ein Firmenkonto nicht günstiger zu führen als ein Privatkonto. Aber gerade hier sollte man die vielen kleinen „Kleckerbeträge“ im Blick behalten und über Zeiträume von 6 bis 12 Monaten auswerten – da kann sich nämlich einiges summieren.
Nach ein bis zwei Jahren der Selbständigkeit hat man bereits ein paar Erfahrungswerte und kann so einen guten Vergleich zu anderen Banken und Firmenkonten anstellen – so ein Bank- und Kontenwechsel kann sich absolut lohnen und so kann man gern mal ein paar Hundert Euro im Jahr sparen.
Wer sich hier gern noch etwas tiefer beschäftigen möchte, kann auch mal einen Blick in meinen Artikel „Tagesgeldkonten für liquide Mittel nutzen“ schauen.
Büro & Geschäft
Ich persönlich setze hierbei auf Minimalismus und schaffe im Grunde nur das an was auch wirklich notwendig ist. Sicherlich gibt es immer wieder schöne neue Dinge, die im Büro ganz gut aussehen würden. Aber besonders in der Anfangsphase sollte es bei solchen Dingen insbesondere um den Faktor „Notwendigkeit“ gehen. Muss es tatsächlich der Bürostuhl für 900 Euro sein? Wahrscheinlich nicht. Welche Möbel und Ausstattung in einem Büro notwendig sind, kannst Du hier nachlesen.
Technische Ausstattung
Gleiches gilt auch für die technische Ausstattung. Statt einer riesigen Telefonanlage, kann man auch einen VOIP-Anschluss super geschäftlich nutzen. Statt des Laserdruckers tut es am Anfang auch der Tintenstrahldrucker und für den Anfang muss es auch nicht gleich der Super-Business-Smartphone-Tarif sein.
Es gibt in diesen Bereichen viele Möglichkeiten, einen Haufen Geld zu sparen und sich ungewiss der Dinge, die in der Gründungsphase auf einen zukommen, jahrelange Verträge ans Bein zu binden. Prepaid-Tarife oder auch Sponsored Tarife können hier hilfreich sein. So kann man beispielsweise mobil werbefinanziert im Netz surfen mit netzclub oder sich einfach mal nach anderen günstigen Online-Angeboten umschauen.
Verträge & Dienstleister
Besonders zu Beginn der Selbständigkeit wird massenhaft Werbepost in deinem Briefkasten landen. Die Einen wollen Dir gern Kalender mit individuellem Logo drucken, die Anderen wären begeistert, würdest Du Ihren Business-Dienst XY nutzen – von Versicherungen, die man so alle braucht (oder auch nicht) mal ganz zu schweigen. Und auch einhergehend mit dem vorherigen Punkt ist meine Empfehlung an dieser Stelle: Binde dir als Existenzgründer möglichst nur kurzweilige Verträge ans Bein. In der Regel ist es in dieser Phase noch nicht so sonnenklar, was in 12 Monaten sein wird.
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